Japanische Enzephalitis

Alles was Sie über die Japanische Enzephalitis wissen sollten

Die Japanische Enzephalitis (Abk.: JE) ist eine Tropenerkrankung, die durch Viren ausgelöst und von Mücken übertragen wird. Sie kommt in ländlichen und landwirtschaftlich genutzten Gebieten Ostasiens (Nord- und Ostchina, Indonesien, Indochina, Philippinen und Teilen Indiens) vor, in Japan selbst dagegen nur selten. In den Endemiegebieten erkranken jährlich ca. 30.000 bis 50.000 Personen, wobei vor allem Kinder betroffen sind. Erwachsene, die in Endemiegebieten leben, sind meistens gegen JE immun. Eine Erkrankung bei Touristen ist sehr selten (1:1000000). Die Japanische Enzephalitis hat eine Inkubationszeit von 5 bis 15 Tagen, bis es zum Auftreten von Symptomen kommt.

Beschwerden
In den meisten Fällen verläuft die Infektion mild oder sogar asymptomatisch. Bei 1 von 250 Erkrankten kommt es zu einem schweren Verlauf mit einer Hirnhautentzündung (Enzephalitis).

Symptome für JE sind:
Bewusstseinsstörungen
Kopfschmerzen
Muskelschmerzen
Fieber (plötzlich auftretend)
Schüttelfrost
neurologische Symptome
Erbrechen (oftmals bei Kindern)
Durchfall (oftmals bei Kindern)

Die Letalität bei Krankheitsausbruch ist hoch (5-30 %) und oft kommt es zu bleibenden Schäden.

Behandlung
Zurzeit gibt es keine spezifisch wirksamen Medikamente gegen JE. Die Therapie ist daher symptomatisch und beschränkt sich auf die Linderung der Symptome. Lebenswichtige Funktionen (Atmung, Kreislauf) werden unterstützt und Sekundärinfektionen sollen verhindert werden.

Vorsorge
Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Vermeidung von Mückenstichen in der Dämmerung und nachts. Touristen sollten sich daher mit Repellentien (Autan®, Off®, NoBite®), Mückennetzen und bedeckender Kleidung schützen.

Impfung
Bei längeren Aufenthalten in Endemiegebieten empfiehlt sich eine Schutzimpfung (Ixiaro®), die nach zweimaliger Injektion (Tag 0 und Tag 28) einen sehr guten Schutz bietet. Bei einem längeren Aufenthalt in solchen Gebieten, sollte alle 2 Jahre eine Auffrischung vorgenommen werden.

Die WHO empfiehlt eine Impfung nur Asienreisenden, die sich einen Monat oder länger während der mückenreichen Jahreszeiten in ländlichen Gebieten aufhalten, in denen die JE gehäuft auftritt.

 

Wann darf nicht geimpft werden:

  • Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile, v.a. Hühnereiweißallergie;
  • Kinder unter 6 Monaten.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit darf die Impfung nur in Ausnahmefällen unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen.

Wichtige Anmerkung:

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

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Zeitpunkt

Mindestens 10 Tage vor Einreise

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Impfschutz

2 Jahre (2-malige Impfung erforderlich)

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Regionen

Ostasien

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