Hepatitis A

Alles was Sie über Hepatitis A wissen sollten

Hepatitis A (die sog. „Infektiöse Gelbsucht“) ist eine Viruserkrankung, die weltweit verbreitet ist und im Prinzip auch in Deutschland infolge mangelnder Hygiene erworben werden kann. Jährlich infizieren sich ungefähr 6000 deutsche Urlauber, womit Hepatitis A die zweithäufigste Reisekrankheit nach Magen-Darm-Infekten ist. In den meisten Fällen erfolgt eine Infektion in den Tropen/Subtropen, aber auch in allen Mittelmeerländern. Von der Ansteckung bis zum Auftreten von Beschwerden vergehen 2-4 Wochen.

Übertragung
Die Übertragung der Viren erfolgt durch die fäkale Verunreinigung von Nahrungsmitteln/Wasser oder Gegenständen. Hepatitis A ist zudem auch von Mensch zu Mensch mäßig infektiös durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, jedoch nicht infolge von Tröpfcheninfektionen (wie dies z.B. bei den meisten Kinderkrankheiten der Fall ist).  

Beschwerden & Therapie
dunkle Färbung des Urin
Fieber
Gelbfärbung der Bindehaut
Müdigkeit
Oberbauchschmerzen

Der Nachweis von Hepatitis A erfolgt durch eine Antikörperbestimmung im Blut. Die Beschwerden klingen oft erst nach Wochen ab und häufig ist eine stationäre Behandlung nötig.
Eine Therapie besteht in körperlicher Schonung, Schonkost, notfalls Infusionen und fiebersenkenden Maßnahmen.
Nach einer Infektion besteht aufgrund der HAV-Antikörper eine i.d. Regel lebenslange Immunität.

Impfung
Die Impfung gegen Hepatitis A besteht aus zwei Injektionen, die mit einem Abstand von 6-8 Monaten verabreicht werden (Havrix®;vaqta®). Bereits einige Tage nach der ersten Impfung besteht Immunität für einige Wochen, nach der zweiten Injektion sogar lebenslang!
Es handelt sich um einen Totimpfstoff, welcher nebenwirkungsarm ist. Eine Impfung wird für fast alle warmen Urlaubsländer empfohlen.

Empfehlungen
Nahrungsmittel unsicherer Herkunft und Qualität meiden. Frisches Obst und Gemüse waschen. Die Hände sollten häufig gewaschen werden. Leitungswasser, lokales Speiseeis, Softdrinks, Salate und Eiswürfel sollten gemieden werden.

Wann darf nicht geimpft werden:

  • Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile, v.a. Hühnereiweißallergie;
  • Kinder unter 6 Monaten.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit darf die Impfung nur in Ausnahmefällen unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen.

Wichtige Anmerkung:

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

fa-

Zeitpunkt

Mindestens 10 Tage vor Einreise
2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten notwendig
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Impfschutz

nach der Grundimmunisierung lebenslang
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Regionen

alle warmen Länder

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