Cholera

Alles was Sie über Cholera wissen müssen

Cholera ist eine schwere, bakterielle Infektionskrankheit des Dünndarms, die durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht wird. Die Infektion erfolgt zumeist über verunreinigtes Trinkwasser oder infizierte Nahrung. Die Bakterien können extremen Durchfall und starkes Erbrechen verursachen, was zu einer schnellen Austrocknung (Exsikkose) mit Elektrolytverlust führen kann.

Nach Naturkatastrophen und in Flüchtlingscamps kommt es jedes Jahr zu regional begrenzten Krankheitsausbrüchen.

Die Inkubationszeit (Zeitraum der Ansteckung) bei Cholera beträgt 2 – 3 Tage.

Übertragung
Cholera tritt häufig in Ländern auf, in denen die Trinkwasser- und Abwassersysteme nicht voneinander getrennt sind, weshalb das Trinkwasser häufig mit Choleraerregern verunreinigt ist. Die Erreger findet man vor allem in Fäkalien sowie in Gewässer, in die Fäkalien eingeleitet werden. Zudem können Fische und andere Nahrungsmittel, welche aus diesen Gewässern kommen, ebenfalls verunreinigt sein.

Beschwerden
Obwohl die meisten Infektionen (ca. 85 %), vor allem bei guter Immunität, ohne Symptome verlaufen, beträgt die Sterblichkeit bei Ausbruch der Krankheit unbehandelt zwischen 20% und 70%.

Cholera verläuft meist in drei Stadien:

  1. Stadium Brechdurchfall mit häufig dünnflüssigem Stuhl, wobei es dabei aber nur selten zu Schmerzen im Bauch kommt
  2. Stadium Flüssigkeitsmangel (Exsikkose); dabei kommt es zu Untertemperatur, einem auffälligen Gesichtsausdruck mit spitzer Nase, eingefallenen Wangen und stehenden Hautfalten.
  3. Stadium Allgemeine Körperreaktionen, wie Benommenheit, Verwirrtheit, Koma und Hautausschlag. Zudem können Komplikationen wie Lungenentzündung, Entzündung der Ohrspeicheldrüse und Sepsis hinzukommen.

Impfung
Seit 2004 gibt es gegen ETEC (Escherichia coli) –Bakterien die Schluckimpfung unter dem Namen Dukoral®. Diese muss 2x im Abstand von 7 Tagen eingenommen werden, hält 2 Jahre und schützt auch vor Cholera-Erregern.

Empfehlungen
Um Cholera vorzubeugen empfiehlt sich vor allem die Einhaltung hoher hygienischer Standards. Vor allem auf die Bereitstellung hygienisch einwandfreien Trinkwassers ist zu achten.

Eine besonders einfache, aber bislang kaum bekannte Möglichkeit Trinkwasser zu desinfizieren, ist die Nutzung einer volltransparenten PET-Flasche zur Sonnenlichtbestrahlung von Wasser unterschiedlichen Ursprungs. Dieses, auch SODIS genannte Verfahren, ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in seiner Wirksamkeit anerkannt. Eine weitere Möglichkeit sind Wasserfilter, die aus einem gefalteten Stoff (z.B. ein alter Sari) bestehen. Diese senken das Risiko einer Erkrankung immerhin um fast die Hälfte.

 

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Impfschutz

Schluckimpfung möglich
(2-malige Einnahme im Abstand von einer Woche erforderlich)
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Regionen

alle Länder, in denen das Trinkwasser verunreinigt sein könnte

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